Weihnachtsgeschichten einsenden leicht gemacht
Bald ist es wieder so weit: Der Einsendeschluss für unsere beliebte Weihnachts-Anthologie "Wünsch dich ins Wunder-Weihnachtsland" rückt näher. Seit bald 20 Jahren reichen Autorinnen und Autoren aus aller Welt ihre Märchen und Kurzgesichten, ihre persönlichen Erinnerungen und Gedichte dazu ein. Als Verlag haben wir uns vorgenommen, die größte deutsche Sammlung an weihnachtlichen Geschichten zusammenzustellen ... Schreiben Sie doch einfach mit!
Wer Weihnachtsgeschichten einsenden möchte, hat oft schon ein Bild im Kopf: Kerzenlicht, Schnee, Erinnerung, vielleicht ein leiser Familienmoment oder ein überraschend komischer Heiligabend. Genau darin liegt die Chance - und auch die kleine Schwierigkeit. Weihnachtstexte wirken nur dann wirklich, wenn sie mehr sind als Stimmung. Gesucht sind Geschichten, die berühren, einen eigenen Ton haben und in einem Buchprojekt neben anderen Stimmen bestehen können.
Papierfresserchens MTM-Verlag arbeitet seit 20 Jahren an der größten deutschsprachigen Weihnachtsgeschichtensammlung!
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Gerade Sammelbände und Ausschreibungen wie unsere leben davon, dass viele unterschiedliche Perspektiven auf ein gemeinsames Thema treffen. Für Schreibende ist das eine wunderbare Möglichkeit, mit einer einzelnen Geschichte sichtbar zu werden, ohne gleich ein ganzes Buchmanuskript vorlegen zu müssen. Gleichzeitig lohnt es sich, den Blick nicht nur auf die Idee, sondern auch auf die Passung zu richten: Welche Art von Weihnachtserzählung wird eigentlich gesucht, für welche Leserschaft und in welchem Rahmen?
Weihnachtsgeschichten einsenden - worauf es wirklich ankommt
Viele denken zuerst an eine schöne Handlung. Das ist verständlich, aber bei einer Einreichung zählt mehr. Eine Weihnachtsgeschichte muss nicht spektakulär sein. Sie darf leise, zart, humorvoll, nachdenklich oder fantastisch ausfallen. Entscheidend ist, dass sie einen klaren Kern hat. Wer nach dem Lesen nur Weihnachten "gefühlt" hat, aber keine Figur, keinen Konflikt und keinen Nachhall mitnimmt, erinnert sich selten an den Text.
In unseren Ausschreibungen zum Thema Weihnachten zeigt sich immer wieder: Die stärksten Geschichten sind nicht automatisch die lautesten. Oft bleiben gerade jene Texte im Gedächtnis, die mit wenigen Szenen eine echte Bewegung erzeugen. Ein Kind wartet auf jemanden, der nicht kommt. Eine ältere Figur entdeckt einen alten Brief. Eine Familie versucht, ein schwieriges Fest friedlich zu überstehen. Oder ein fantastisches Wesen gerät ausgerechnet am 24. Dezember in eine sehr menschliche Lage. Weihnachten ist nicht nur Kulisse. Es sollte den inneren Motor der Geschichte mitbestimmen.
Ebenso wichtig ist der Blick auf das Projekt selbst. Nicht jede Weihnachtsgeschichte passt in jede Ausschreibung. Manche Anthologien suchen klassische, warme Erzählungen für die Adventszeit. Andere wünschen sich moderne, schräge, düstere oder ausdrücklich kindgerechte Texte. Wer hier sauber liest und den eigenen Text darauf abstimmt, zeigt nicht Beliebigkeit, sondern Professionalität. Übrigens - wir sind offen für all diese Ansätze, die auch in den inzwischen 18 erschienen Bänden unserer Reihe "Wünsch dich ins Wunder-Weihnachtsland" vertreten sind.
Die passende Geschichte für die Ausschreibung finden
Bevor Sie Ihren Text versenden, lohnt sich eine ehrliche Frage: Ist diese Geschichte wirklich für eine Ausschreibung geschrieben - oder einfach nur eine Geschichte mit Tannenbaum im Hintergrund? Der Unterschied ist größer, als es zunächst klingt.
Eine gute Einreichung greift das Thema nicht nur dekorativ auf. Weihnachten darf in der Handlung nicht austauschbar sein. Wenn man Heiligabend einfach durch einen Geburtstag ersetzen könnte, fehlt oft die thematische Tiefe. Das heißt nicht, dass jede Geschichte vom Krippenspiel, vom Gabentisch oder vom Weihnachtsmann handeln muss. Aber das Besondere dieser Zeit - Erwartung, Erinnerung, Nähe, Konflikt, Hoffnung, Verlust, Wunder oder Überforderung - sollte spürbar sein.
Auch die Länge spielt eine Rolle. Manche Ideen tragen über zehn Seiten, andere sind in drei Seiten schon auserzählt. Wer einen kleinen Moment künstlich aufbläht, schwächt die Wirkung. Wer dagegen eine komplexe Familiengeschichte in zu wenig Raum quetscht, verliert an Klarheit. Die beste Form ist meistens diejenige, in der die Geschichte vollständig wirkt, ohne sich zu erklären.
Gerade für neue Autorinnen und Autoren ist das eine gute Nachricht. Sie müssen nicht möglichst groß schreiben. Sie müssen passend schreiben.
Welche Weihnachtsgeschichten besonders gut funktionieren
Erfahrungsgemäß funktionieren Texte besonders gut, wenn sie eine starke Szene mit einer klaren emotionalen Bewegung verbinden. Das kann sehr unterschiedlich aussehen. Humorvolle Geschichten über missglückte Festvorbereitungen können ebenso überzeugen wie stille Texte über Abschied und Erinnerung. Auch fantastische oder märchenhafte Stoffe haben ihren Platz, wenn sie sprachlich sicher geführt sind.
Weniger überzeugend sind oft Geschichten, die nur eine Botschaft transportieren wollen. Wenn am Ende bloß erklärt wird, dass Liebe wichtiger ist als Geschenke, bleibt selten literarische Spannung. Dasselbe gilt für allzu klischeehafte Texte, in denen alles nur warm, golden und harmonisch ist. Weihnachten darf schön sein, aber es gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn auch Reibung, Eigenwilligkeit oder ein kleiner Bruch darin vorkommen.
Vor dem Einsenden: den Text verlegerisch prüfen
Wer Weihnachtsgeschichten einsenden will, profitiert von einem Perspektivwechsel. Lesen Sie Ihren Text nicht nur als Autorin oder Autor, sondern wie eine Herausgeberin, die aus vielen Einreichungen auswählen muss. Was macht Ihre Geschichte unverwechselbar? Wodurch hebt sie sich von zehn anderen Winter- und Familiengeschichten ab?
Hilfreich ist es, den Text einige Tage liegen zu lassen und dann laut zu lesen. Gerade bei Weihnachtsthemen neigt man leicht zu süßlichen Formulierungen oder zu einer Sprache, die sehr stimmungsvoll klingen soll, aber wenig trägt. Laut gelesen hört man sofort, wo ein Satz schön gemeint, aber nicht gut gebaut ist.
Achten Sie außerdem auf den Anfang. In Anthologien entscheidet oft schon die erste halbe Seite darüber, ob ein Text sofort Interesse weckt. Ein allgemeiner Einstieg über die kalte Dezemberluft oder blinkende Lichter ist selten die stärkste Wahl. Besser ist ein konkreter Moment, eine Figur in Bewegung, ein kleiner Bruch, eine Frage, ein Bild mit Spannung.
Das Ende verdient dieselbe Sorgfalt. Nicht jede Weihnachtsgeschichte braucht eine Überraschung, aber sie braucht einen Schluss, der nachklingt. Ein sauber gesetzter letzter Satz kann aus einem guten Text einen sehr guten machen.
Typische Fehler bei Einreichungen
Viele Absagen haben nichts mit fehlendem Talent zu tun, sondern mit vermeidbaren Schwächen. Dazu gehören Texte, die die Ausschreibung formal nicht einhalten, ein sehr großes Lektorat brauchen oder das Thema nur lose streifen. Auch überladene Namen, unnötige Vorreden und moralische Erklärschlüsse kosten Wirkung.
Manchmal ist auch die Perspektive nicht konsequent. Besonders in kurzen Geschichten fällt es schnell auf, wenn der Text zwischen Innen- und Außenblick schwankt. Ebenso problematisch sind Figuren, die nur dafür da sind, eine Weihnachtsbotschaft auszusprechen. Menschen auf dem Papier müssen zuerst glaubwürdig sein, erst dann berühren sie.
So bereiten Sie Ihre Einreichung professionell vor
Ein schöner Text ist die Grundlage, aber eine sorgfältige Einreichung zeigt zusätzlich, dass Sie das Projekt ernst nehmen. Dazu gehört, die Ausschreibung genau zu lesen und wirklich alle formalen Vorgaben zu beachten. Wenn ein bestimmtes Dateiformat, eine Zeichenbegrenzung oder eine anonyme Einsendung gewünscht ist, dann ist das kein Nebenaspekt. Solche Vorgaben erleichtern die Sichtung und gehören zum professionellen Miteinander.
Sinnvoll ist auch eine knappe, freundliche Begleitnachricht. Sie muss nicht werbend sein und sollte nicht den Inhalt der Geschichte nacherzählen. Wichtig ist, dass alle geforderten Angaben vollständig sind und die Unterlagen ordentlich wirken. Wer hier klar arbeitet, macht es der Redaktion leichter - und das ist nie ein Nachteil.
Für viele Schreibende ist genau das der Reiz an thematischen Ausschreibungen: Der Weg zur Veröffentlichung ist greifbar. Statt in einem unübersichtlichen Markt unterzugehen, reichen Sie einen fertigen, sorgfältig passenden Text in ein konkretes Projekt ein. Gerade ein Verlag wie Papierfresserchens MTM-Verlag steht seit vielen Jahren für solche Mitmachformate, in denen neue und erfahrene Stimmen in kuratierten Buchprojekten zusammenfinden.

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Zwischen Herz und Handwerk
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedlich schreiben
Weihnachten ist ein emotional stark besetztes Thema. Deshalb entstehen dazu oft Texte, die biografisch nah sind. Das kann eine große Stärke sein. Eigene Erinnerungen, familiäre Rituale, Verlust oder kindliche Vorfreude bringen Wahrhaftigkeit in eine Geschichte. Zugleich gilt: Persönliche Nähe ersetzt nicht die literarische Form.
Es lohnt sich, das eigene Erleben zu verwandeln, statt es nur abzuschreiben. Nicht jedes echte Detail ist automatisch spannend für Außenstehende. Die Kunst liegt darin, aus einer Erinnerung eine Geschichte zu machen, die auch andere erreicht. Manchmal braucht es dafür Verdichtung, manchmal Abstand, manchmal eine erfundene Figur, die etwas tragen kann, was im eigenen Namen zu direkt wäre.
Gerade bei Weihnachtstexten darf man sich auch trauen, gegen Erwartungen zu schreiben. Nicht jede gute Geschichte endet friedlich. Nicht jede brauchbare Adventserzählung braucht Schnee. Und nicht jede starke Weihnachtsanthologie besteht nur aus stillen, sanften Texten. Vielfalt macht solche Bücher lebendig.
Wenn eine Ausschreibung eine bestimmte Zielgruppe nennt, sollte sich das im Text zeigen. Für Kinder braucht es keine vereinfachte Welt, aber eine klare Sprache und eine gut führbare Perspektive. Jugendliche reagieren meist fein auf Unehrlichkeit - zu belehrende Texte verlieren hier schnell. Für Erwachsene darf die Zwischentönigkeit größer sein, ebenso die formale Freiheit. Unsere Ausschreibungen richten sich bei "Wünsch dich ins Wunder-Weihnachtsland" an Lesende jeden Alters. Und auch Schreibende jeden Alters dürfen sich an dem Projekt beteiligen.
Das bedeutet nicht, dass Themen strikt getrennt sind. Trauer, Freude, Fantasie, Einsamkeit oder Hoffnung können in jedem Alter literarisch funktionieren. Entscheidend ist die Art, wie erzählt wird. Wer die Leserschaft mitdenkt, schreibt nicht enger, sondern genauer.
Wer Weihnachtsgeschichten einsenden möchte, bringt bereits das Wichtigste mit: die Bereitschaft, eine Idee in ein gemeinsames Buchprojekt hineinzudenken. Wenn dann noch Sorgfalt, Passung und ein eigener Ton dazukommen, wird aus einer weihnachtlichen Idee vielleicht genau die Geschichte, auf die andere Leserinnen und Leser in der Adventszeit gewartet haben.



